Zur Geschichte des Umspannwerks

1924 bis 1926 erbaute der Architekt Hans Heinrich Müller im
Herzen der Stadt Berlin (am heutigen Paul-Lincke-Ufer 20 � 22)
das erste und bis heute stilprägendste Großabspannwerk der
Berliner Städtischen Elektrizitätswerke AG (BEWAG).
In den nächsten Jahren folgte eine Reihe ähnlicher Bauten, die bis heute als architektonisches Gesamt-
denkmal ein Zeichen für anspruchsvolle Industriearchitektur in Berlin bilden. 1989 stillgelegt, ruhte das
eindrucksvolle Gebäude bis zur Wiedereröffnung als Umspannwerk Kreuzberg im Jahre 2002.

Bei den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wurde der Schwerpunkt auf die Erhaltung des ursprüng-
lichen Charakters der Industriearchitektur dieser Zeit gelegt. Wiederentstanden ist ein Juwel der Indus-
triekultur, das die ihm ursprünglich verliehene Bezeichnung �Kathedrale der Elektrizität� zu Recht wieder
trägt.

Das modernisierte Umspannwerk Kreuzberg beheimatet heute ein Ausstellungs- und Weiterbildungs-
zentrum, eine große Multimedia- und Internet-Dienstleistungsagentur, mit dem Restaurant h.h.müller
eines der besten Restaurants der Stadt, sowie Eventbereiche für Veranstaltungen aller Art.